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Kielarten

Die boat24.com Kieltypen

Kielarten
Die verschiedenen Kielarten © boat24

So definieren und unterscheiden wir auf boat24.com die verschiedenen Kieltypen! Eine kurze Beschreibung zu jedem Kieltyp gibt Ihnen einen Über- und sorgt so für den Durchblick.

veröffentlicht am 01.06.2021

Der Kiel ist das „Rückgrat“ eines Bootes, einer Yacht oder eines Schiffs. An ihm sind die querstabilisierenden Spanten, die „Rippen“, angebracht. Ohne Kiel würden Segelyachten vom Wind einfach „umgepustet“. Der Kiel bildet das Gegengewicht zum Winddruck im Segel und verhindert die Abdrift bei Kursen hoch am Wind. Doch Kiel ist nicht gleich Kiel – wo die elementaren Unterschiede sind, erklären die nächsten Kurzbeschreibungen.

Flügelkiel
Flügelkiel © boat24

Flügelkiel

Diese relativ hoch am Kiel angebrachte, spezielle Kielbombenform machte 1983 bei America's Cup erstmals Furore und wurde danach tatsächlich in zahlreichen Serien- und Custom-Yachten angebracht. Vorteile: Hoher Speed auf raumen Kursen bei frischen bis starken Windstärken. Nachteile: Erhöhte Abdrift, zuviel benetzte Fläche um bei wenig Wind optimale Geschwindigkeiten zu erreichen.


Kimmkiel
Kimmkiel © boat24

Kimmkiel

Kimmkieler haben zwei Kurzkiele mit kurzen Kielflossen, die seitlich am Bootsrumpf angebracht sind. Der Clou: Fällt die Yacht in Tidengewässern trocken, bleibt sie auf den kurzen Kielflossen aufrecht stehen. Wegen des somit geringen Tiefgangs eignen sich Kimmkieler ebenso für flache Binnenreviere.


Langkiel
Langkiel © boat24

Langkiel

Der Langkiel zieht sich horizontal über die gesamte Länge des Unterwasserschiffs, ist hydrodynamisch geformt und wird nach unten auslaufend bzw. in der Vertikalen immer schmaler. Vorteile des Langkiels: Hohe Kursstabilität am Wind, relativ weiches Einsetzen des Bootsrumpfes in die Welle, gute Manövrierbarkeit in rauem Seegang. Langkieler gelten als sehr seetüchtig. Langkiele findet man heute meistens nur noch an Klassiker-Segelbooten.


Schwenkkiel
Schwenkkiel © boat24

Schwenkkiel

Der Kiel wird im Rumpfboden des Bootes in den Rumpf geklappt/geschwenkt. Die Schwenkachse liegt quer zur Rumpflängenachse. Beliebt bei trailerbaren Rennyachten und -booten sowie bei Yachten, die trockenfallen oder seichte Gewässer befahren.


Hubkiel
Hubkiel © boat24

Hubkiel

Beim Hubkiel wird die Kielflosse an einem Kurzkiel mittels spezieller Vorrichtungen unter Deck angehoben und ins Schiffsinnere gezogen. Nachteil. Weniger Platz unter Deck. Vorteil: Trockenfallen möglich, trailerbar. Yachten mit Hubkiel sind heute in nahezu allen Größen- und Preisklassen zu finden. Einige Serien-Werften bieten für bestimmte Modelle den Hubkiel auch als Alternative zum „festen“ Kurzkiel mit Kielflosse an.


Kielbombe
Kielbombe © boat24

Kielbombe

Die Kielbombe ist ein meist stromlinienförmiges Gewicht am unteren Ende der Kielflosse. Sie beeinflusst die Stabilität und somit das Segelverhalten der Yachten maßgeblich. Die Kielbombe wird mit relativ dichten Materialien wie Blei oder Eisenlegierungen gefüllt.


Kielschwert
Kielschwert © boat24

Kielschwert

Ein Mix aus Kiel und Schwert. Aus einer relativ kurzen Kielflosse kann ein Schwert aus- und eingefahren werden. Der Kurzkiel spielt beim Kielschwerter lediglich eine gewichtsstabilisierende Rolle (aufrichtendes Moment), während das ausgefahrene Schwert den Lateralplan erhöht und die Abdrift verringert.


Pendelkiel
Pendelkiel © boat24

Pendelkiel

Beim Pendel, Kipp- oder auch Canting-Kiel wird eine meist überproportional lange Kielflosse mit Kielbombe durch ein aufwändiges Zugsystem seitlich angehoben. So kann die Krängung des Bootes reduziert werden, es segelt aufrechter und somit schneller.


Kurzkiel
Kurzkiel © boat24

Kurzkiel

„Kurz“ bezieht sich auf die horizontale Länge des Kiels am Rumpf im Verhältnis zur Schiffslänge und hat nichts mit der nach unten ausgerichteten, vertikalen Kielflosse zu tun. Diese Variante wird bei den meisten Serien-Segelbooten und -Segelyachten im modernen Bootsbau genutzt. Im Vergleich zu Langkielern ist beim Kurzkieler das Ballastgewicht meist niedriger, dafür aber tiefer angesetzt. Das somit erreichte, per se niedrigere Gewicht verbessert im Prinzip die Leistungsfähigkeit der Kurzkiel-Yacht.

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