Segelboote

Trimaran

Ein Rumpf + zwei Ausleger = mehr Segelspaß!

Trimarane zählen zu den Mehrrumpfbooten (siehe auch Katamarane). Wie „Tri“ bereits andeutet, haben die Boote und Yachten drei Rümpfe, die durch Querverstrebungen fest miteinander verbunden sind. Der mittig positionierte Hauptrumpf wird von zwei deutlich weniger voluminösen Seitenrümpfen flankiert. Die werden auch Schwimmer oder Ausleger genannt.

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Trimaran

Trimaran

Was ist ein Trimaran?

Trimarane zählen zu den Mehrrumpfbooten (siehe auch Katamarane). Wie «Tri» bereits andeutet, haben Trimarane drei Rümpfe: Der mittig positionierte Hauptrumpf wird von zwei deutlich weniger voluminösen Seitenrümpfen, die auch Schwimmer oder Ausleger genannt werden, flankiert.

Im Prinzip überzeugen Trimarane nach dem gleichen Prinzip wie Katamarane: Auf möglichst schmalen Rümpfen muss vergleichsweise wenig Wasser verdrängt werden, so dass sich das Leistungspotential eines Mehrrumpfbootes im Vergleich zum Monorumpfer deutlich erhöht. Zudem werden Trimarane – ähnlich wie Katamarane – so gesegelt, dass möglichst ein bis sogar zwei Rümpfe über dem Wasser schweben und so der Widerstand zusätzlich verringert wird. Für die nötige Stabilität unter Segeln sorgt die überproportionale Breite des Trimarans – die Abdrift reduzieren vergleichsweise kurze Kiels oder teils aufwändige Seitenschwert-Konstruktionen.

Trimarane sind die Schnellsten

Trimarane halten die wichtigsten Geschwindigkeitsrekorde auf den Ozeanen. So konnte Francois Gabart seinen Ultim Trimaran «Macif» (Länge 30 Meter, Segelfläche auf raumen Kursen: 650 qm) bei einer einhand (solo) Atlantik-Überquerung auf ein Etmal von 35,45 Knoten über 24 h Stunden steigern und segelte dabei eine Strecke von 850,68 Seemeilen. 2018 segelte Francois Gabart auf demselben Trimaran in Rekordzeit alleine und nonstop um die Welt (42 Tage). Die «Jules Verne Trophy», Rekord für eine Nonstop-Weltumseglung mit Crew, holten sich bereits 2017 der Franzose Francis Joyon und Crew – ebenfalls auf einem Ultim Trimaran, der „IDEC“. Auch die berühmte «Hydroptère», ein ausschließlich für Geschwindigkeitsrekorde gebautes Segelboot, das auf Tragflügeln «abhebt», ist ein Trimaran.
Nahezu alle aktuellen Geschwindigkeitsrekorde auf Trimaranen wurden auf Foils erreicht, die Lee- und Luvschwimmer und den Hauptrumpf vollständig aus dem Wasser heben können. So schweben die riesigen Trimarane wie auf Stelzen über der Wasseroberfläche.

Auch die bekannte «Tour de France a la Voile» wird aktuell auf 24 Fuß langen Diam-Trimaranen gesegelt.

Trimarane für Fahrtensegler

Im Sportboot- bzw. Freizeitsektor schreiben Trimarane ebenfalls Erfolgsgeschichte. Die Mehrrumpfer werden von Fahrtenseglern wegen ihrer vergleichsweise hohen Geschwindigkeit und einer eher ruhigen Wasserlage geschätzt. Problematisch war dagegen die verhältnismäßig große Breite, vor allem wenn man auf Törn Wassersporthäfen anlaufen wollte. Dem haben mittlerweile einige Werften smarte Konstruktionen entgegengesetzt. Jedes dieser technisch aufwändigen Konzepte nimmt für sich den «Non-Plus-Ultra» Status in Anspruch – letztendlich zählen beim Gebrauchtbootkauf jedoch vor allem Erfahrungswerte mit den jeweiligen Klapp- oder Falttechniken.

Trimaran mit Klappmechanismus

Bei manchen Trimaranen werden die Seitenrümpfe über Scharniere in den Querverstrebungen eingeklappt und dabei ganz dicht an den mittleren Hauptrumpf oder sogar teils unter denselben gezogen. Eine andere, ebenfalls beliebte «Verschmälerungstechnik» für den Hafen und/oder Trailerbetrieb ist eine Mechanik, mit der die Seitenrümpfe bzw. Schwimmer parallel zum Hauptrumpf nach hinten weggeschwenkt werden.
Zwar gelten die jeweiligen Mechaniken mittlerweile als ausgereift, beim Gebrauchtbootkauf sind sie jedoch neuralgische Punkte, die besondere Aufmerksamkeit verdienen.

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Eigenschaften eines Trimarans

  • Ein Rumpf, zwei Ausleger.
  • Weniger benetzte Rumpffläche erzielt höhere Geschwindigkeiten.
  • Deutlich ruhigeres Segelverhalten in der Welle, zudem seltener Krängung – seltener Seekrankheit an Bord!
  • Geschwindigkeit geht zu Lasten Komfort. Ausnahmen siehe oben.
  • Leistungsstarke Langstreckensegler, die für hohe Etmale ausgelegt sind.
  • Halten nahezu alle Geschwindigkeitsrekorde auf See.

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