Kleinboote

Kanu, Kajak, Kanadier

Ein Prinzip, das seit Jahrtausenden Erfolge feiert

Die Urform der Fortbewegung auf dem Wasser hat sich bis heute im Prinzip kaum geändert. Lediglich die Baumaterialien sind der Moderne geschuldet, obwohl einige Edel-Manufakturen noch/wieder wunderbare Kanus aus Holz produzieren. Wo der gewisse Unterschied zwischen Kanu, Kanadier und Kajak zu suchen ist, erklären die folgenden Zeilen.

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Kanu

Ein Prinzip, das seit Jahrtausenden Erfolge feiert

Der Begriff Kanu

Es gibt einige Missverständnisse rund um die Bezeichnungen dieser Boote, die von einer oder mehreren Personen mit Paddel bewegt und deshalb auch Paddelboot genannt werden.
„Kanu“ wird im deutschen Sprachgebrauch als Oberbegriff genutzt. Als Gattungen unter dem Kanu sind vor allem „Kanadier“ und „Kajaks“ bekannt.
Zu beachten: z.B. im Französischen wird die gesamte Sportart mit canoe/kayak bezeichnet.

Kayaks sind (traditionell) geschlossene Boote, in die sich der Paddler mit den Beinen nach vorne ausgerichtet hinein setzt und das Boot mit Hilfe eines Doppelpaddels antreibt. Der Kanadier hingegen ist ein offenes Kanu, in das man sich hinein kniet und das mit einem Stechpaddel vorwärts bewegt wird. In vielen Wanderkanus werden auch Sitzbänke eingebaut, da das Knien über längere Zeiträume von vielen als problematisch empfunden wird. Die bessere Bootsbeherrschung wird jedoch im Knien erreicht.

Kanus gibt es seit 4.500 Jahre

Die heutige Kanuform gilt als eine der ältesten Bootskonstruktionen überhaupt. Indigene Völker wie die Inuit in der Arktis nutzten über Jahrtausende Kayaks aus Tierfellen, die sie sogar zur Waljagd auf dem Eismeer einsetzten. Es wurden aber auch bereits 4.500 Jahre alte Kanus im Euphrat/Tigris-Gebiet gefunden.
Die Kanadier stammen aus Nordamerika. Frühe Versionen wurden aus Baumrinde, Tierknochen und -häuten gebaut. In der polynesischen Südsee wurden Auslegerkanus sogar auf weiten Seereisen benutzt.

Material

Modere Kanus werden aus GfK, PVC, Karbon und Aluminium hergestellt. Holz als Baustoff findet hauptsächlich bei Klassik-Liebhabern Absatz. Seit den Fünfzigerjahren sind Faltpaddelboote, die auf einem Holzgestänge mit Stoff bespannt sind, sehr beliebt.

Freizeit- und Wettkampfsportbooten

Im Kanusport wird unter Freizeit- und Wettkampfsportbooten unterschieden.

So ist Kanuwandern auf großen Binnengewässern sehr beliebt. Dabei werden aufgrund ihrer höheren Zuladungsfähigkeit für lange Strecken die Kanadier bevorzugt, allerdings sind auch Kajaks etwa für Tagesausflüge angesagt. Seekayakfahrten finden im Salzwasser entlang der Küsten von Meeren und Ozeanen statt. Wellen, Strom und Navigation machen diese Freizeitbeschäftigung besonders spannend. Wildwasserpaddeln findet auf Flüssen und Bächen statt.

Wettkampfsportarten rund ums Kanu:

  • Kanurennen – Olympische Disziplinen sind Einer-, Zweier- und Vierer-Kajak (Damen & Herren) sowie Einer- und Zweier-Kanadier (nur Herren). Übliche Wettkampfstrecken sind 200, 500 und 1000 m.
  • Kanuslalom (olympisch)
  • Wildwasserrennsport. Einer-Kajak (Damen & Herren) sowie Einer- (Damen & Herren) und Zweier-Kanadier (nur Herren) als Einzel- und Mannschaftsrennen.
  • Drachenbootrennen (vorwiegend in Asien)
  • Kanumarathon (klassische Marathondistanz 42,192 km)
  • Kanupolo

Wer sollte ein Kanu kaufen

Kanu, Kajaks oder Kanadier werden Ihnen viel Freude auf dem Wasser bereiten, wenn Sie…

  • ausschließlich mit Muskelkraft Seen, Flüsse oder Küsten erkunden möchten
  • die traditionelle Fortbewegungsart auf dem Wasser nahezu aller Völker der Erde faszinieren könnte
  • sportlich unterwegs sein wollen
  • in einer olympischen Sportart bei anspruchsvollen Wettkämpfen und Rennen reüssieren möchten

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