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Mit Highspeed durch die Welle

Autor: Michael Kunst
  

Safehaven Marine baut die ultimativen Speedboote für die Welle. Thunder Child schafft 60 Knoten.

Mit Highspeed durch die Welle
Mit Vollgas gegenan © Safehaven Marine

Einmal mit Vollgas durch die Wellen krachen ohne Rücksicht auf Verluste. Einfach den Hebel auf den Tisch legen und sehen, was passiert. Den Urgewalten die Stirn bieten, und sich trotzdem sicher fühlen. Dafür steht die irische Werft Safehaven Marine.

Sie baut seit 1998 Motorboote und hat sich seit 2004 auf besonders seegängige, schnelle Schiffe spezialisiert, die so gut durch Welle und Wind kommen, wie kaum ein anderes Fabrikat. Ihre Schiffe sind dafür gebaut, bei widrigsten Bedingungen zu funktionieren: Sie sollen Lotsen sicher zu ihren Arbeitsplätzen bringen. Safehaven Marine ist Marktführer bei Lotsenbooten. Die Iren haben schon 110 Schiffe in 26 verschiedene Länder geliefert.

Allen Fabrikaten ist gemein, dass sie sich in der Welle auch bei höchster Geschwindigkeit so stabil verhalten, wie es der Freizeitskipper kaum für möglich hält. Dieses Know How dokumentiert die Werft regelmäßig durch spektakuläre Aktionen.

Bei 6 Meter hohen Wellen durch die Nordsee prügeln

So hat es sich Werftchef Frank Kowalski nicht nehmen lassen die jüngste Konstruktion «Thunder Child» höchst persönlich bei extremen Bedingungen mit Windstärken um 50 Knoten und fünf bis sechs Meter hohen Wellen durch die Nordsee zu prügeln.

Dabei sind extreme Bilder entstanden, die zeigen, wozu gut konstruierte Motorboote in der Lage sind. XSV 17, das neue Modell der Thunder Child-Reihe für 2017, ist schon allein durch seine auffällige Formgebung ein Hingucker. Aber die Werft weist darauf hin, dass die Form allein der Funktion folgt. Das Design des 18 Meter langen und vier Meter breiten Rumpfes erziele höhere Geschwindigkeiten als seine Vorgänger.

Mit Welle von der Seite © Safehaven Marine Mit Welle von der Seite © Safehaven Marine

Es ist auf zwei verschiedene Modi ausgerichtet: Zum einen die Gleitphase bei Flachwasser und zum anderen die Wavepiecer-Phase bei hohem Wellengang. Im Highspeed-Bereich hebt sich fast der gesamte in V-Form gestaltete Rumpf aus dem Wasser, um den Widerstand zu verringern. Nur der breitere Heckbereich stabilisiert die Gleitfahrt. Wenn Brecher überwunden werden müssen, sticht der scharfe Bug hindurch, anstatt wie gewöhnlich hart aufzuschlagen. Kleine hydraulisch verstellbare Trimmklappen unter dem Vorschiff verhindern ein mögliches zu starkes Unterschneiden.

Die Konstruktion zielt darauf, dass sie sich im Falle einer möglichen Kenterung durch eine große brechende Welle von alleine wieder aufrichtet. Sie kann bei bis zu 14 Meter hohen Wellen (Sea State 8) überleben und kann bei bis zu sechs Meter hohen Wellen noch kontrolliert operieren.

Mit 1000 PS auf 60 Knoten beschleunigen

Das Design ist für mehr als 60 Knoten Speed ausgerichtet. Ein Paar Caterpillar C12.9 Maschinen mit 1000 PS haben Thunder Child bisher auf knapp über 56 Knoten beschleunigt. Der «Cruising Speed» soll mehr als 45 Knoten betragen. Dabei hat das Motorboot mit einer Tank-Kapazität von 5000 Litern eine Reichweite von mehr als 750 Meilen. Bis zu 12 Personen finden Platz.

Der ultimative Test des Bootes soll durch eine 2000 Meilen lange Umrundung von Irland und dem 500 Meilen vor der Küste liegenden Felsen Rockall in Höchstgeschwindigkeit erfolgen. Dabei hat das Schiff schon beim ersten Versuch auf einer längeren Strecke gezeigt, dass es dazu in der Lage ist. Für die 150 Meilen von Cork nach Dublin hat Thunder Child im Sturm 3 Stunden und 45 Minuten benötigt. Die Durchschnitt-Geschwindigkeit betrug 43 Knoten.

Thunder Child surft die Welle ab © Safehaven Marine Thunder Child surft die Welle ab © Safehaven Marine

Kein Wunder, dass das Schiff auch schon Begehrlichkeiten bei verschiedenen internationalen Streitkräften erzeugt hat. Das stabile Seeverhalten würde auch einen Einsatz als bewaffnetes Schnellboot sinnvoll erscheinen lassen. Aber genauso ist Thunder Child bestens für Aufgaben als Leben rettender Highspeed-Kreuzer geeignet.

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Michael Kunst

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Michael miku Kunst (60) ist seit mehr als 35 Jahren als Sportreporter unterwegs. Waren es in jungen und knackigen Jahren eher Ausdauersportarten, die ihn in die hintersten Ecken unseres Planeten lockten, sind es heute mehr oder weniger verrückte Segelboote auf den Ozeanen und Binnenmeeren, die ihn faszinieren.
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