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Werftporträt18 min Lesezeit

Dübbel & Jesse

Die Geschichte des Aluminium-Spezialisten

Dübbel & Jesse
Stapellauf der Nordsee 65 „Elisabeth“ Mai 1987 im Hafen von Norderney © Joachim Kinder

1967 bis 2001 entstanden auf der Nordseeinsel 121 weithin geschätzte Alu-Yachten: Regatta- und Weltumseglerboote, die „Nordsee“-Typen und nachweislich robuste Spezialitäten zum Fliegen oder Segeln bis 28 m.

Von Erdmann Braschos, veröffentlicht am 02.10.2026

Das erwartet Sie in diesem Artikel
  • Bootsbau-Technologien der Siebzigerjahre
  • wie es zur Gründung von Dübbel & Jesse kam
  • Regattaboote mit Aluminium Wabendecks
  • Einblicke in die Schweißtechnik auf Norderney
  • Uwe Dübbels Konstruktionen vom Typ „Nordsee“
  • Erinnerungen von Kunden und Mitarbeitern der Werft
  • Besuch der Werft im Februar 89
  • wie der Betrieb 1993 - 2001 ins Stottern kam
  • der aktuelle Härtetest der 90 t schweren Ketsch „Acoa“ ex „Twirlybird“ auf Mallorca
  • Vor- und Nachteile gebrauchter Dübbel & Jesse Boote
  • Liste der Uwe Dübbel Konstruktionen und Dübbel & Jesse Werftbauten

Damals neue Bootsbautechnologien

Nachdem Regatta- und Fahrtenyachten bis in die Sechzigerjahre überwiegend in traditioneller, holzgeplankter Bauweise entstanden, kam es in den Siebzigern bei Regattabooten zum Wettlauf verschiedener Bootsbautechnologien aus Kunststoff, der formverleimten Holzbauweise und aus Stahl oder Leichtmetall.


Bekanntlich machte Kunststoff in zwei Varianten das Rennen: in der serientauglich einfachen Ausführung aus Glasfaserschnipseln mit Polyesterharz und der aufwendigen Faserverbundbauweise aus Kevlar oder Kohlefaser, die mit Epoxidharz über Balsaholz, Schaum oder Waben zu leichten Booten verklebt sind.


Viele Regattaboote entstanden damals auch aus formverleimtem Holz. Edmund Sommerfeld beispielsweise machte sich mit Jollen, Jollenkreuzern und Yachten bis hin zur knapp 16 m langen Schale von Hans Otto Schümanns „Rubin III“ 1967 einen Namen. Später ließ Schümann seine formverleimten Boote mit Aluspanten aussteifen. In den Siebzigerjahren entwickelten die Gebrüder Gougeon in Nordamerika die epoxidharzgekapselte Holzbauweise ihrer Wood Epoxy Saturation Technology (kurz WEST-System). Diese Boote sind leicht, belastbar und halten lange, weil die Naturfaser ringsum geschützt ist.


Konstrukteure wie Ted Hood und Dick Carter ließen ihre ersten Regattaboote damals in Holland aus Stahl schweißen. Bei Blauwasserbooten und großen Yachten setzte sich gegenüber Stahl das pflegeleichtere, jedoch anspruchsvoller zu schweißende Aluminium durch.

„Germania VI“ beim Einwassern in Kiel-Schilksee
„Germania VI“ beim Einwassern in Kiel-Schilksee © Von Magnussen, Friedrich (1914-1987) - Stadtarchiv Kiel CC BY-SA 3.0 de

Warum und wo Aluminium das Rennen machte

1963 hatte die Abeking & Rasmussen-Werft mit der 22 m langen „Germania VI“ als erster komplett aus Aluminium geschweißten großen Yacht den Generationswechsel zur Leichtmetallbauweise eingeleitet. 1967 folgte die berühmte amerikanische Regattayacht „Ondine II“, 1988 die viel beachtete „Extra Beat“ und 1992 „Arrayan“. Bei großen Motoryachten trägt die leichtere Bauweise zum wirtschaftlicheren Betrieb bei. Ein Aluminiumrumpf ist ein Drittel leichter aus einer aus Stahl.

Pläne der Hochseeregatta-Yawl „Tara“ von Bill Luders
Pläne der Hochseeregatta-Yawl „Tara“ von Bill Luders © John MacNamara: White Sails, Black Clouds

Die erste große Yacht von Uwe Dübbel und Edwin Jesse

Nachdem John McNamara sich 1962 mit Ted Hoods America’s-Cup 12er „Nefertiti“ um die Verteidigung des America's Cup beworben und '64 mit „Bingo“ in der 5,5er-Klasse bei den Olympiaregatten in Japan die Bronzemedaille ersegelt hatte, ließ er eine stattliche Yawl anhand der Vermessung des Cruising Club of America (CCA) entwerfen. Als Amerikaner dachte McNamara groß: 54 Fuß war damals die Kampfklasse der „Palawans“ von IBM-Chef Thomas Watson.

Das erste Kapitel der Geschichte der berühmten „Tara“
Das erste Kapitel der Geschichte der berühmten „Tara“ © John MacNamara: White Sails, Black Clouds

Ein Dollar entsprach 4 Mark, dem Stundenlohn eines Industriearbeiters. Nur ließ McNamara sein Boot nicht wie Watson oder Alfried Krupp von Bohlen und Halbach bei der 1907 gegründeten Abeking & Rasmussen Werft bauen, sondern auf einer ostfriesischen Insel. Diese Entscheidung wäre beinahe in die Hose gegangen.

Uwe Dübbel und Edwin Jesse schweißten „Tara“ aus Aluminium

Kurt Beister war für seine Stahlyachten auf Norderney bekannt und machte dem Amerikaner ein verlockendes Angebot. Nun stellte sich wenige Monate vor Lieferung heraus, dass die Beister Werft pleite war. Das Material lag unverarbeitet mit Kuckucks markiert in der Halle.

Anstatt die 15 000 Dollar Anzahlung - den Wert eines Einfamilienhauses in Deutschland - abzuschreiben, ließ McNamara, unterstützt vom Hamburger Rechtsanwalt Dr. Jürgen Westphal, „Tara“ von den jungen Bootsbauern Uwe Dübbel und Edwin Jesse aus Aluminium schweißen.

1972 warb die Werft mit sechs verschiedenen Nordsee-Typen
1972 warb die Werft mit sechs verschiedenen Nordsee-Typen © Archiv Dübbel & Jesse

1967 gründeten Uwe Dübbel und Ewin Jesse ihre eigene Werft auf Norderney. Ihr Betriebskapital bestand damals aus einem Schweißgerät. Sie begannen unter einer Plane, arbeiteten bis zu 120 Stunden die Woche und weihten zwei Jahre später ihre neue Werfthalle ein. 1969 wurde das einzige Aluminiumboot auf der Hamburger Bootsmesse gezeigt. 1971 beschäftigte der Betrieb außer den Gründern und Renate Dübbel bereits zehn Mitarbeiter. Dübbel & Jesse war bei Baunummer 24 angekommen und hatte das Kasko der 15,50 m Yawl „Wiking III“ geliefert.

Der erfolgreiche Dick Carter Eintonner „Optimist B“ Baujahr 1970
Der erfolgreiche Dick Carter Eintonner „Optimist B“ Baujahr 1970 © Archiv Dübbel & Jesse

Die Ära der Leichtmetall-Cupper 1970-80

Weithin bekannt wurde die Werft, als Rumverschneider, Fisch- und Feinkosthersteller, Modeunternehmer und Erfolgsmenschen ähnlicher Fasson auf Norderney schweißen ließen. Los ging es mit dem erfolgreichen Eintonner „Optimist B“ nach Plänen von Dick Carter. Bald bestellte eine Flensburger Eignergemeinschaft den Ron-Holland-Eintonner „Tilsalg“, der zu weiteren Cuppern wie „Jan Pott“, „Sisisi“, „Magic Eliza“, „Champagne“, „Suca“ und „Tina I‑Punkt“ führte. Gekonnt verarbeitetes Leichtmetall war damals neben der formverleimten Holzbauweise bei Regattabooten erste Wahl. Für Boote wie „Panda“ und „Suca“ wurde die Leichtbauweise damals mit Decks aus Aluminiumwaben auf die Spitze getrieben.

Einwassern der „Jan Pott“ 1979 auf Norderney
Einwassern der „Jan Pott“ 1979 auf Norderney © Archiv Dübbel & Jesse

Die Werft schob Halb-, Dreiviertel-, Ein- und Zweitonner nach Plänen von Ed Dubios (England), des Argentiniers German Frers, des Amerikaners Doug Peterson und der norddeutschen Konstrukteure Friedrich Judel und Rolf Vrolijk aus der Halle. Damals wurden heute schwer vorstellbare Sachen gemacht. So entstand der Halbtonner „Schini“ 1971 mit einem seitlich drehbarem Kiel, ähnlich wie ein Ruderblatt, nur mit etwas kleinerem Ausschlag.

Traumschiffe von Dübbel & Jesse

Wer konnte, ließ die Boote mit dem Besten ausrüsten, was die Branche zu bieten hatte. Beispielsweise vom Segelmacher und Mastenbauer Horst Schuldt der Firma Reckmann aus Rellingen. Er trieb den Mastbau auf die Spitze, indem er mit einer speziellen Verfahren zum Gewicht sparen oben aus den Mastprofilen gezielt Aluminium ätzte.

Bei sachgemäßer Behandlung ist ein Alu-Schiff praktisch unbegrenzt haltbar

Edwin Jesse 1971

Von „Optimist B“ zur „Nordsee 45“ mit Mercedes 6-Zylinder

Jens Harms erinnert: „Mein Vater war zwar vom Eintonner „Optimist B“ angetan, hatte aber Zweifel an der Bauweise zum Fahrtensegeln. Also schweißte Edwin Jesse zwei Aluminiumstreifen zusammen und ließ ihn die Verbindung mit einem Hammer testen.“ So wurden damals auf Norderney Boote verkauft. „Da mein Vater ein größeres, familiengerechteres Boot mit Mittelplicht, Achterkajüte und Mercedes-Sechszylindermotor wollte, wurde der geplante 43 Fuß Entwurf zur Nordsee 45 verlängert.“ Den traditionellen Aufbau anstelle des damals angesagten keilförmigen Swan-Looks skizzierte mein Vater." So funktionierte Custom Yachtbau Anfang der Siebzigerjahre. Dieser Eignerwebsite zufolge segelt das wunderbar erhaltene Boot seit einem halben Jahrhundert.

Boote dieser Güte waren mit endlosen Arbeitsstunden und hochwertiger Ausstattung für die meisten Segler unerschwinglich. 1974 kostete ein segelfertiger 3/4-Tonner 100 000 Mark. Dafür bezog man im Norden und Nordosten Hamburgs ein 100 qm Haus. Ein Bentley wäre eine vergleichsweise vernünftige Sache gewesen.

Inserate der Nordsee 40 und 47
Inserate der Nordsee 40 und 47 © Archiv Dübbel & Jesse

So steckten vermögende Segler ihr Geld für eine Sonderanfertigung aus Norderney ins Wasser. Die wachsende Belegschaft schob jährlich etwa fünf Schiffe aus der Halle. Zunächst Entwürfe international angesehener Konstrukteure wie Ron Holland oder von Sparkmann & Stephens, zunehmend nach Entwürfen von Uwe Dübbel. Dübbel war gelernter Bootsbauer, hatte eine Ausbildung als technischer Zeichner absolviert und bereits bei der Beister Werft Boote entworfen. Bald hatte Dübbel die Pläne von zehn Nordsee-Typen in der Schublade.

Holz und Kunststoff sind spröde, Aluminium gibt nach

Mittelplichtboot Typ „Nordsee 39“
Mittelplichtboot Typ „Nordsee 39“ © Ulli Broza

Die Range wurde nach jenem Gewässer, das bekanntlich die Spreu vom Weizen trennt, „Nordsee“ genannt. Man kommt mit einem weich einsetzenden V‑förmigen Vorschiff, praktischer Anordnung der Tanks und Maschine und einem skeggeführten Ruder ziemlich sicher zurecht. Bekanntlich gelangen auch andere Boote nach Helgoland. Allerdings ist die gefühlte Sicherheit bei grenzwertigen Bedingungen, wie sie in der Deutschen Bucht üblich sind, nicht zu unterschätzen. Bei einem brutalen Kontakt mit einer Welle oder Treibgut gibt es allenfalls eine Delle im Blech. Das Meer bleibt ziemlich sicher draußen.

Blick in die Werfthalle Ende der Achtzigerjahre
Blick in die Werfthalle Ende der Achtzigerjahre © Archiv Dübbel & Jesse

Neben den modernen Booten warb Dübbel & Jesse mit einem traditionellen Zweimaster vom Typ „Nordsee Klipper“. Das Düsseldorfer Vertriebstalent Herbert Dahm war damit für die niederländische Jongert Werft erfolgreich.

Auch dieses Bodeneffektfahrzeug entstand auf Norderney
Auch dieses Bodeneffektfahrzeug entstand auf Norderney © Archiv Dübbel & Jesse

1983 lieferte die Werft ein Bodeneffektfahrzeug vom Typ Tandem Airfoil Flairboat namens „Jörg IV“ nach Plänen des Ingenieurs Günther W. Jörg. Es bewährte sich bei Probeflügen 40 cm über dem Wattenmeer.

Die Tragflächen waren für den Transport hochklappbar
Die Tragflächen waren für den Transport hochklappbar © Archiv Dübbel & Jesse


Inserate mit einer traditionellen Fahrtenketsch und modernen Fahrtenbooten
Inserate mit einer traditionellen Fahrtenketsch und modernen Fahrtenbooten © Archiv Dübbel & Jesse

Besuch auf Norderney

1989 recherchierte ich für die österreichische Seglerzeitschrift „Yacht Revue“ einen Artikel über Werft. Es war mein journalistischer Einstieg in die Bootsbranche. In den grauen, wellblechverkleideten Hallen nahmen mich der umgängliche Edwin Jesse (zuständig für die Fertigung), der friesisch zurückhaltende Uwe Dübbel und seine ein klein wenig resolute Frau Renate (zuständig für das große Ganze) unter die Fittiche.

Werftporträt erschienen in der Februarausgabe 1990 der österreichischen »Yachtrevue«
Werftporträt erschienen in der Februarausgabe 1990 der österreichischen »Yachtrevue« © Archiv Erdmann Braschos

Ich kenne bei Handwerksbetrieben zwei Arten von Büros. Das Chaos, das nur seine Bewohner mögen und vielleicht auch verstehen. Und es gibt die aufgeräumte, dem Besucher Struktur signalisierende Variante zum effizienten Arbeiten. Renate Dübbel pflegte die klinisch saubere Ordnung - mit einer Olympia-Startype von AEG. Sie bot die sagenhafte Fähigkeit, auf einer LCD-Anzeige sagenhafte 40 Zeichen vor dem Ausdruck zum Korrekturlesen zu speichern. Das war im Büro damals Stand der Technik, wie Alu zum Fahrtensegeln.

Pläne von Uwe Dübbel für die Ende der Achtziger gebaute Nordsee 55
Pläne von Uwe Dübbel für die Ende der Achtziger gebaute Nordsee 55 © Archiv Dübbel & Jesse

Die Werft stellte gerade mit Baunummer 103 eine Nordsee 55 nach Plänen von Uwe Dübbel, die spätere „Masaya“ für einen Schweizer Eigner fertig. Ein Traumschiff mit bündig ins Deck eingelassenen und clever entwässerten Luken (damals neu), mit formschön geschweißtem Hardtop und zahlreichen Knöpfen zur Bedienung der Segel, hydraulischen Helfern für dies und das, Heckgarage und Davits zum Aussetzen des Beibootes. Durchdacht bis zu den leichtgängigen Edelstahl-Vorreiberverschlüssen. Ausgebaut mit dicken Furnieren, beispielsweise aus Apfelbirke. Unter Deck gediegen wie eine Lounge der Achtzigerjahre, oder die ersten Megayachten der Neunziger. Das abgetönte Fensterband war damals der letzte Schrei.

In guten Jahren fertigten 30 Mitarbeiter bis zu 5 Boote jährlich

Wie Dübbel & Jesse schweißte

Es war mir immer ein Rätsel, wie man den Rumpf, die Aufbauten, Süllränder oder das Steuerpult so aus Aluminiumblech baut, dass es wirkt wie ein gelcoatbeschichtetes Kunststoffteil. Der Crashkurs zum Thema Aluminiumschweißen von Edwin Jesse fand in der Halle zwischen einem weit gediehenen Alurohbau und den Segmenten eines 15 m Rumpfes statt. Die Schweißer standen in der Schale und arbeiteten sich zentimeterweise Naht für Naht, durch den Rumpf.

Alu-Yachtbau richtig herum vom Kiel aufwärts

Hier wurden die Schiffe vom Kiel aufwärts und richtigherum gebaut. Zunächst wurde die fertige Kielform mit Blei ausgegossen und auf dem Boden der Werfthalle ausgerichtet. Dann wurden die Spanten (Querrippen) und Stringer (Längsträger) zunächst mittschiffs errichtet und mit provisorisch angebrachten Streben in Position gehalten. Die Vor- und Achterschiffsspanten folgten als fertige Segmente. Danach wurde jedes Blech der Außenhaut zur Beplankung millimetergenau zugeschnitten und von Hand mit einer manuellen Biegevorrichtung so an das Gerippe der Spanten und Stringer angepasst, dass es auch über mehrere Meter Länge bündig, wie aus einem Guss, saß. Es erfordert großes Geschick, die Bleche so zuzuschneiden und um zwei Achsen (Abwicklungen) zu biegen, dass sie passen.

Bootsbau mit Karosseriefinish

Wie man das jeden Tag aufs Neue hinbekommt, diesen Spagat aus zeitintensiver Qualität und Kosten schafft, das habe ich als Segler mit einem handwerklichen Zugang immer bewundert. Aluminiumschweißen braucht großes Geschick. Ein stabiler Rumpf braucht durchgezogene Nähe, kraftschlüssige und zugleich spannungsfreie Verbindungen mit dem tragenden Gerippe, nicht nur in der Kielregion und im Vorschiff, wo die Belastungen am größten sind. Wer es zu gut meint und zu viel schweißt, nimmt durch die Erhitzung Verformungen in Kauf. Die Wellen oder Beulen sind nachher in stundenlanger Nacharbeit zu beseitigen. Unebenheiten sind mit dicken Spachtelschichten auszugleichen. Was ich hier sah, erschien mir eher wie eher Karosserie- als Bootsbau.

Das Werft
Das Werft © Archiv Dübbel & Jesse


! Die Sache mit der Schweißbadsicherung
Dübbel & Jesse hatte sich Anfang der Achtzigerjahre für die sogenannte Schweißbadsicherung entschieden. Dabei werden die aneinanderstoßenden Aluminiumplatten zur Beplankung des Rumpfes in einem spitzen Winkel abgeschrägt und dann ein von 3M entwickeltes Keramikband von außen auf die Hohlkehle geklebt. Die von innen angebrachte Schweißnaht durchdringt das Aluminium, das Material füllt die Hohlkehle des Keramikbandes und bietet eine porenfreie Durchschweißung. Abschließend wird die Wulst des überstehenden Aluminiums bündig geschliffen.

Spanten und Stringer werden im Zickzack-Muster mit den Rumpfplatten verbunden. Eine fünf Zentimeter-Naht links der Versteifung, eine fünf-cm-Naht rechts. „Das ergibt feste Rümpfe und hält die Verformung gering“, erklärte Edwin Jesse.

Abeking & Rasmussen baute die Boote im Lemwerder bei Bremen über Kopf und arbeitete damals ohne Schweißbadsicherung. Die niederländische Huisman-Werft entschied sich nach der Cupper-Ära, als sie Albert Bülls „Saudade“ und andere Regattaboote namhafter Eigner geschweißt hatte, für den Bau immer größerer Tourenyachten, die bald mit 30 Metern (100 Fuß) Länge den Megayachtmarkt. Auch die Dübbel & Jesse Erzeugnisse wurden immer größer.

„Rastegaissa III“, „Kathena Nui“ und „Asma“

1974 legte der 34-jährige Stephan Risch aus Bregenz mit seiner Nordsee 34 Rastegaissa III in Norderney zu einer dreijährigen Weltumsegelung ab. Er umsegelte die Erde ohne Verwertungszinober mit Artikeln, Büchern, Diashows, DVDs und Lesungen zweimal.

1984 entstand mit Kathena Nui eine nach Wilfried Erdmanns Vorstellungen modifizierte Nordsee 34 . Damit segelte er 1984 - 1985 in 271 Tagen nonstop von West nach Ost um die Welt. Später wiederholte er die Weltumseglung in 343 Tagen andersherum. 1971 hatte der Brite Chay Blyth diese Tortur 1971 mit seiner 18 m Ketsch „British Steel“ in 292 Tagen absolviert und im Buch „The impossibe voyage" geschildert. Die deutsche Ausgabe heißt: „Gegen Strom und Wind. Auf unmöglichem Kurs um die Welt.“ Dank der robusten Bauweise und Konzeption mit skeggeführtem Ruder bewährte sich „Kathena Nui“ als no nonsense Boot mit Bindereff und Vorsegeln an Stagreitern. Lesen Sie dazu den Beitrag Keep it simple. Das Boot wurde bislang zweimal von der Yachtwerft Benjamins nachgebaut.

1990 umsegelte Clark Stede mit der Filmemacherin Michelle Poncini an Bord des 13 m Dübbel & Jesse Werftbaues Asma Nord- und Südamerika.

„Acoa“ bei Port Vell an der Costa de los Pinos im Osten Mallorcas
„Acoa“ bei Port Vell an der Costa de los Pinos im Osten Mallorcas © Angie Kirchhofer Photography

Epilog mit großen Yachten

Ein Kunde etwas anderen Kalibers war der Brite Alan Edgar Bristow, der im Frachthubschraubergeschäft erfolgreich war und eine 28 m Ketsch namens „Twirlybird“ (Wirbelwind) nach Plänen von Ed Dubois auf Norderney bestellte. Wie Renate Dübbel erinnert, war das Projekt so heikel wie die Ansteuerung einer Bohrinsel bei viel Wind. Ähnliche Erfahrungen machte später die Lürssen Werft mit dem gleichnamigen 40 m Nachfolger. Nach einer Weile wurde das Projekt aus der Halle geschoben und Bristow gebeten, es abzuholen.

„Acoa“ oder die Vorzüge von welded in Norderney

Das Boot heißt mittlerweile „Acoa“ und wurde im Januar 26 bekannt, als es bei einem Sturm auf dem felsigen Ufer der Ostküste Mallorcas bei Port Vell als El náufrago teutón (deutsches Wrack) landete. Wie die Fotos bei Google Maps zeigen, ist der einzige während der Strandung erkennbar entstandene Schaden das am Skeg abgebrochene Ruder.

Wer täglich 5 Millionen Toastbrote backt, weiß auch auf Norderney, wo es lang geht

Als herausfordernd wird auch der Umgang mit Hubert Zimmermann erinnert. Als Toastbrot-Pionier hatte er ein Vermögen gemacht und ließ zwei gediegene Sonderanfertigungen namens „Elisabeth“ auf Norderney bauen.

Input des Industriedesigners Joachim Kinder

Ende der Achtzigerjahre begann der Münchener Industriedesigner Joachim Kinder im Auftrag einiger Eigner zunächst mit der Modernisierung des Interieurs. Runde statt eckige Formen waren gefälliger und ergonomischer, allerdings aufwendiger zu fertigen.

Beharrlich wurde um die zwei großen länglichen, untereinander angeordneten Fenster in der Bordwand debattiert, die Uwe Dübbel aus Sicherheitsgründen zunächst strikt ablehnte. Kinder wollte damit Licht ins Schiff bringen und dem Kellerschiffeffekt begegnen. Letztlich lösten Uwe Dübbel und Fertigungsleiter Ewin Jesse die Aufgabe mit aufwendigen Versteifungen der Bordwand rings um die Fenster.

Prüfung Nr. 2: ein bayerischer Industriedesigner auf Norderney

Auch die panoramaverglaste Spritzkappe mit dem Bügel und das moderne Steuerpult der „Nordsee 55“ stammen von Kinder. Kinder erinnert, dass es Fingerspitzengefühl brauchte, solche Lösungen bei gestandenen Boots- und Leichtmetallbauern durchzusetzen.

Der plötzliche Tod von Uwe Dübbel

Der Tod des 51-jährigen Uwe Dübbel infolge einer Erkrankung brachte die Werft 1993 in schweres Fahrwasser. Die Inbetriebnahme der „Elisabeth II“ erlebte er nicht mehr. Der Verlust des Hauskonstrukteurs und Ansprechpartners für kaufmännische Belange führte dazu, dass ein Kunde vom unterschriftsreifen Vertrag Abstand nahm und woanders bauen ließ.

Unterschiedliche Einschätzungen der Risiken zugunsten neuer Aufträge veranlassten die Witwe, sich 1994 zurückzuziehen. Dübbel erinnert den langjährigen Kompagnon als „lieben Kerl“, bei kaufmännischen Entscheidungen und Haftungsfragen jedoch als zu gutgläubig und nachgiebig. Jesse meint, Renate Dübbel sei gegenüber Kunden zu forsch aufgetreten.

Der fünfjährige Epilog

Nach dem Konkurs 1996 setzten Jesse und Schwiegersohn Gerhard Griska den Bootsbau auf Norderney als Geschäftsführer der Dübbel & Jesse Gmbh & Co. Yachtwerft KG fort. Es entstand ein Hubkieler vom Typ „Nordsee 60“ und ein 73‑Füßer für eine namhafte süddeutsche Unternehmerfamilie. Das Boot wurde nach dem Dornier-Flugboot „Wal“ genannt. Ein letztlich offenbar vom Konstrukteur des Bootes zu verantwortendes Problem einer Verbindung eines Wassertanks zur Bordwand brachte die Werft bald in finanzielle Schwierigkeiten.

Der 73-Fuß Neubau „Wal“ nach Plänen von Philippe Briand
Der 73-Fuß Neubau „Wal“ nach Plänen von Philippe Briand © Philipp Kolmorgen

Philipp Kolmorgen kam 1996 als 18-jähriger Lehrling nach Norderney. Er berichtet stolz über seine Ausbildung und erinnert die menschlichen Qualitäten von Edwin „Bulli“ Jesse. „Ich kam aus der Lüneburger Heide und es ist nicht einfach, auf einer Insel heimisch zu werden. Dank Edwin Jesse war es eine tolle Zeit.“

Dank norddeutscher Investoren ging es mit zwei 47 Fuß Schwingkielern weiter. Die André Hoek-Konstruktion „Mulligan“ wurde aufwendig überholt. Obwohl ein aussichtsreicher Marineauftrag nicht zustande kam, war die Erweiterung der Werft um eine große Halle beschlossen. Ungeschicktes Agieren eines der beiden Geschäftsführer erschütterte das Vertrauen des maßgeblichen Investors. So endete die 34-jährige Ära gediegenen Aluyachtbaues auf Norderney mit der Schließung der Werft 2001.

So bleiben ein bemerkenswertes Kapitel norddeutschen Yachtbaues und die Boote. Die „Tara“, das erste Boot von Uwe Dübbel und Edwin Jesse, gibt es übrigens heute noch in den Staaten. In Holland steht der teilweise ausgebaute Rohbau einer unvollendeten „Nordsee 60“. Dieses Kasko entstand nach Plänen von Uwe Dübbel in einer anderen Werft.

Heute bauen Werften wie Benjamins in Emden, Pure in Kiel, Aluboot, Breehorn, Hutting oder KM in Holland mittelgroße Segelyachten aus Aluminium.

Für und wider Dübbel & Jesse Boote

Für den Kauf einer Dübbel & Jesse-Yacht sprechen die beschriebene Aluminiumverarbeitung, der ausgezeichnete Ausbau und die hochwertige Ausstattung. Deshalb werden die Boote lange behalten und teurer als übliche Gebrauchtboote angeboten. Es sind bewährte und rauwassertaugliche Boote, somit eine gute Wahl für lange Törns mit kleiner Crew auch in anspruchsvolle Gewässer. Den Orca-Test dürfte das skeggeführte Ruderblatt eines Dübbel & Jesse Bootes anders als praktisch jedes moderne Kunststoffboot bestehen.

Ähnlich wie betagte Einzelbauten von Abeking & Rasmussen oder Huisman sind Dübbel & Jesse Boote handwerklich eine Klasse für sich. Ich hatte neulich Gelegenheit, die Instandsetzung des Ruderlagers einer mittelgroßen Dübbel & Jesse Yacht zu beobachten. Dieses Detail war so gut gelöst, dass dem handwerklich geschickten Eigner die Reparatur Jahrzehnte nach der Inbetriebnahmen im Lauf einiger Tage gelang.

Nachteile

  • die von der International Offshore Rule (IOR) übernommene veraltete Segelgeometrie, die aus einem kleinem Großsegel und unhandlich großer Genua besteht. Das lässt sich mit dem Einbau eines zweiten Stags, wie bei vielen modernen Fahrtenbooten heute üblich, mit vertretbarem Aufwand lösen.
  • Regatta- und Tourenyachten der Siebziger sind Kellerschiffe, deren Kajüte über eine steile Leiter zu erreichen ist. Der Salon bietet wenig bis keinen Blickkontakt nach außen.
  • das traditionell schiffige Interieur aus dunklem Mahagoni oder Teak ist heute nicht mehr jedermanns Sache.
  • die veraltete, im Lauf der Jahrzehnte möglicherweise vernachlässige Technik (abgenutzte Beschläge, betagte Winschen, Rollmast, undichte Hydraulik). Deren Instandsetzung braucht Zeit und Geld, soweit es noch Ersatzteile gibt. Das gilt ebenso für jedes Boot der Siebzigerjahre. Je größer das Boot und je umfänglicher die damalige Ausstattung, desto teurer sind Instandsetzung und Erhalt. Das YouTube-Video der Bootsprofis aus dem Jahr 2021 von der Überführung einer gebraucht gekauften „Nordsee 49“ namens „Starlight“ nennt erschütternde Zahlen.
  • wie praktisch jede Fahrtenyacht sind die Boote üppig ausgestattet und entsprechend schwer. Wenn Sie sich neben Komfortfragen für die Segeleigenschaften interessieren, prüfen Sie die Segeltragzahl. Lesen Sie dazu den Beitrag Maß halten.

Gesichtspunkte bei der Entscheidung für ein Aluboot

  • Wie jedes Aluminiumboot ist es hinsichtlich Elektrolyse anzuschauen. Die Sorgfalt früherer Eigner entscheiden in dieser Hinsicht. Lesen Sie zu diesem Thema den Beitrag Opferanoden.
  • Die Elektrik muss komplett vom Aluminium getrennt sein.
  • Es gibt bei der Wahl des Antifouling Einschränkungen.
  • Ebenso sind die Lackierung des Rumpfes, der Aufbauten, von Deck und Plicht Gesichtspunkte, die den Kauf eines alten Alubootes zunächst einmal infrage stellen. Eine fachmännische Neulackierung ist teuer.
  • große Dübbel & Jesse Boote wurden damals mit einem hochwertigen Verstellpropeller und entsprechend aufwendiger Technik geliefert.

Klären Sie mit einem mit Alubooten vertrauten Fachmann, welche technischen Jobs im Boot schlummern. Neben dem Preis und den mit der Übernahme des Bootes absehbaren Folgekosten sollte der meist unterschätzte Faktor Zeit das Für und Wider des Kaufes entscheiden.

Dank an Jens Cruse, Renate Dübbel, Jens Harms, Joachim Kinder, Philipp Kolmorgen und Edwin Jesse.

Mehr zum Thema

  • Herbert Pielbaum: Anfangskapital ein Schweißgerät. Yacht 21/1971
  • Francis S. Kinney, Russel Bourne: The Best of the Best. The yacht designs of Sparkman & Stephens, W.W. Norton & Company New York/London, 1996 (mit Verzeichnis der 2615 S&S-Konstruktionen bis 1993) ISBN 0-393-02495-4
  • John J. „Don“ McNamara, Jr.: White Sails, Black Clouds, Burdette & Company, Boston, Massachusetts, 1967. Library of Congress Catalog Card Number 67-24034. Siehe Kapitel 14: How not to build a boat
  • Caroline-M. Wierig, Peter Neumann: Rubin. Hans-Otto Schümann: Ein außergewöhnliches Seglerleben, Delius Klasing, Bielefeld 2001, ISBN: 3-7688-1 286-3, 199 Seiten, gebunden.
  • Dick Carter: Yacht Designer: In the Golden Age of Offshore Racing. Seapoint Books, Brooklin/Maine, 2018, 328 Seiten. Gebunden, ISBN: 978-0-997 3920-7-4
  • Wilfried Erdmann: Die magische Route und Allein gegen den Wind

Übersicht der Dübbel & Jesse-Werftbauten

Diese Liste nennt in Inseraten beworbene Entwürfe und gebaute Boote. Eckdaten: Länge x Breite x Tiefgang, Verdrängung und weitere Informationen wie Bootsname(n), Baujahr, Baunummer und die Zahl der gebauten Exemplare. Die etwa 21 Nordsee-Typen wurden von Uwe Dübbel entworfen.

Fahrtenboote

  • Nordsee 30 Wattenkreuzer 9 x 3,20 x 0,49-1,90 m (Schwert), 2,9 t, drei Boote, Baujahr 1970/71
  • Nordsee II Halbtonner 9,85 x 2,88 m, 4,1 t, 1969
  • Nordsee 33 9,85 x 2,90 x 1,64 m, 4,1 t (Ausstellungsschiff der Hamburger Bootsmesse Januar 1970)
  • Nordsee 34 10,20 - 10,50 m x 3,20 - 3,45-1,45 m (oder Kielschwerter 1,70 m), circa 6,45 t, vermutlich 8 Boote
  • Nordsee 36 mehrere Boote
  • Nordsee 39 11,85 x 3,80 x 1,85 m, geringe einstellige Zahl von Booten, darunter Baunummer 47 „Piadora“ ex. „Windrose“ Baujahr 1977
  • Nordsee 40 (IOR Eintonner, Klasse II) 12,19 x 3,60 m, 7,7 t
  • Nordsee 41 vermutlich geringe einstellige Zahl
  • Nordsee 43 13,19 x 3,80 m, 8 t
  • Nordsee 44 (MS) Motorsegler 13,48 x 4,40 m, Bauzeit vermutlich 1974-84, wenige Exemplare
  • Nordsee 45 13,95 x 3,95 x 2,40 m, 14 t, in zwei Ausführungen: mit stark gewölbtem Deck (2 x für Berliner Eigner gebaut) und als Mittelplichtboot, Baujahr 1972, „Gorch Fock III“, heute „Polarrev“
  • Nordsee 46 13,87 x 4,02 x 1,85 m x 1,80 m, 17,5 t, wenige Exemplare 1975 bis 2002 als Semicustom gebaut, beispielsweise "Frodo", Baujahr 1980, Baunummer 60
  • Nordsee 47 14,32 x 4,04 x 2,20 m, 12 t, Mittelplichtboot mit Achterkajüte. Entwurf Uwe Dübbel, in einem Inserat für das Jahr 1985 als Slup oder Ketsch angeboten
  • Nordsee 48 14,72 x 3,80 x 2,08 m, Fahrtenketsch im traditionellen Look, Baujahr 1972, vermutlich ein Exemplar
  • Nordsee Klipper Fahrtenketsch 15,57 + 0,97 Klüverbaum x 4,40 x 1,91 m, Entwurf Uwe Dübbel
  • Nordsee 49 14,90/15,65 x 4,68 x 1,80m, circa 17,5 t, Scheelkiel (auch als Deckssalon-Version gebaut), darunter Baunummer 106 „Alea“ und „Starlight“, Baujahr 1991
  • Nordsee 52 16,39 x 4,50 x 2,24 m, circa 27 t, Baujahre 1972 und 1988, darunter ein Boot namens „Niata“
  • Nordsee 55 17 x 5 x 2,20 m, circa 30 t, Konstruktion Uwe Dübbel, Design Joachim Kinder, zwei Boote namens „Masaya“ (Baujahr 1989) und „Sisu“
  • Nordsee 65 20 x 5,50 x 2,70 m, 33-35 t, Stapellauf Norderney 1987, ein Exemplar namens „Elisabeth“
  • Nordsee 82 24,95 x 6,20 x 3 m, Konstruktion Uwe Dübbel, Design Joachim Kinder, Baujahr 1991, ein Exemplar namens „Vita Bella“
  • Nordsee 88 27,23 m x 6,80 x 2,95 m, 85 t, Konstruktion Uwe Dübbel, Interieur Joachim Kinder, Baujahr 1993, Baunummer 115, ein Exemplar namens „Elisabeth II“, „Luchya“, heute „Songbird of London“, Baunummer 115

Fahrtenboote anderer Konstrukteure

  • Twirlybird 28 x 7,5 x 3,30 m, 90 Tonnen Ketsch, Konstruktion Ed Dubois, Baujahr 1985
  • Beneventer 15,20 x 4,30 x 1,45 - 2,72 m (Hubkiel), circa 15 t, Rumpf & Deck von Dübbel & Jesse, Entwurf Blank Yachtdesign
  • Götz von Berlichingen 20 x 5,52 x 4 m, Kielschwerter, Ketsch, Sparkman & Stephens Konstruktionsnummer 2326 von 1977 für Gunter Schulz, Baujahr vermutlich 1982, Baunummer 72
  • Wiking III 15,50 m Stahl-Yawl, Ausbildungsschiff des Akademischen Seglervereins München, Revier Ammersee, Baujahr 1970
  • Marop Fahrtenboot eines österreichischen Eigners, Konstruktion Allan Mummery

Boote der Jahre 1996 - 2001

  • Blue Morning 18,30 m Hubkieler mit 1,90 - 4,90 m Tiefgang, Entwurf Judel/Vrolijk, Baujahr 1996, Baunummer 117
  • Wal 21,25 x 6,28 x 2,70, 48 t, Entwurf Philippe Briand, Baunummer 118 für prominenten süddeutschen Eigner
  • 47 Fuß Schwenkkieler 14,50 x 4,50 x 3,10 - 1,10 m, 14,2 t, Entwurf Judel/Vrolijk, Baujahr 1998, zwei Boote, davon eines namens „Hoogehörn“ (vermutlich Baunummern 119 und 120)
  • Aqua con Gas 10 m Backdeck Motoryacht aus holzverkleidetem Aluminium, Entwurf Jens Cruse, (vermutlich Baunummer 121)

Regattaboote 1970 - 80

In den Siebziger- und Achtzigerjahren entstanden folgende Regattaboote verschiedener Konstrukteure:

  • Optimist B 12,12 x 3,43 x 1,95 m, 7,5 t. Entwurf Dick Carter. Boot mit einer drehbaren und in Längsrichtung verschiebbaren Kielflosse (wurde bald verboten), Baujahr 1970, D&J‑Baunummer 14. Zweiter Platz beim 1971 in Neuseeland ausgesegelten Eintonner-Pokal, von Hans Beilken für die Segelkameradschaft Wappen von Bremen gesteuert.
  • Vagabund X Halbtonner, Konstruktion Horst E. Glacer, Baujahr 1970/71
  • Schini 8,50 x 2,75 x 1,60 m, Halbtonner mit drehbarer Kielflosse, Entwurf Britton Chance jr, Baujahr 1970
  • Olmarev 10,34 x 3,36 x 1,85 m, 5 t, 3/4‑Tonner, Baujahr 1975, Entwurf Carsten Wagner, Baujahr 1974
  • Sunset Boulevard 16 x 4,11 x 2,13 m, 11,5 t, Entwurf Eva M. Hollmann, Baujahr 1975, Gewinnerin des Transpac-Rennens von San Francisco nach Honolulu 1975
  • Tina I-Punkt Admiral’s Cupper des Hamburger Modehändlers Thomas Friese, Entwurf Doug Peterson, Baujahr 1979, Bauzeit 6 Wochen
  • Tilsalg Ron Holland IOR Eintonner Baujahr 1974, Gewinner der Eintonner-WM 1978 in Flensburg
  • Jan Pott VI Admirals Cupper für Norbert Lork-Schierning, 13,72 x 4 m, 9 t, Entwurf German Frers, 1978/79 gebaut
  • SiSiSi 12,73 x 4,17 m, 7 t, Entwurf Judel/Vrolijk, 1978 gebaut
  • Magic Eliza 13,72 x 4,20 m 9,3 t, Eintonner & Admiral's Cupper des Segelmachers und Mastenbauers Horst Schuldt und von Christoph Ahrens, Entwurf Doug Peterson, Baujahr 1979
  • Champagne II 12,66 x 4,10 x 2,20 m, Konstruktion Ron Holland, Baunummer 62, Baujahr 1979 für Peter Westphal-Langloh
  • Suca IOR Zweitonner, 12,25 x 3,90 m, 6,9 t, Entwurf Doug Peterson, Baujahr 1978
  • Suca II Entwurf Rolf Vrolijk, gebaut mit einem gewichtssparenden Deck aus Aluwaben, Baujahr 1979
  • Immigrant Eintonner für amerikanischen Eigner, Entwurf Ed Dubois, Baujahr 1980

Boote für Langstreckensegler

  • Rastegaissa III Typ Nordsee 34, für den zweimaligen Weltumsegler Stephan Risch, Baujahr 1974
  • Kathena Nui modifizierte Nordsee 34, 10,70 x 3,25 x 1,70, 5,4 t, für Wilfried Erdmann, Baujahr 1984
  • Asma 13 m lange „Nordsee“ für Clark Stede, Baujahr 1989
VG