Anmelden

BootsProfis.tv2 min Lesezeit

Beneteau 44 CC – Langfahrtboot zum Schnäppchenpreis

Kann das sein? Ein 44 Fuß-Boot für 75.000 Euro? Wo ist da der Haken?

Beneteau 44 CC – Langfahrtboot zum Schnäppchenpreis
Die BootsProfis agieren in dieser Folge auf Madeira.

Die Ausgangslage war fast schon klassisch für die BootsProfis: Linda und Sven wollen mit ihren beiden Kids zur einjährigen Langfahrt starten. Hierfür musste ein Boot her, das sicher, geräumig (3 Kabinen: Eignerpaar, Kids, Mitsegler) und relativ preiswert ist. 100.000 Euro waren angepeilt.

veröffentlicht am 21.03.2023

Artikel vorlesen lassen

Finden Sie Ihre ideale Center Cockpit Segelyacht

zurück
weiter

Alle Angebote in der Übersicht

Geräumig, mit guter Segel-Performance, kostengünstig

In einer ersten Folge untersuchten die BootsProfis für die angehende Langfahrtfamilie eine Trintella 42, auf der für einen Blauwassertörn jedoch noch zu viel Elementares fehlte.

Da kam eine Beneteau 44 CC gerade recht, die auf Madeira zum erstaunlich günstigen Preis von 75.000 Euro auf einen Käufer wartete. Muss da nicht irgendwo ein Haken sein?

Die BootsProfis flogen also gemeinsam mit Auftraggeber Sven auf die Atlantikinsel. Dort erwartete sie zunächst zwei Premieren: Die Yacht stand an Land unter einer (auf Stelzen gebauten) Start- und Landebahn des nahen Flughafens. Sowas durften selbst die Bootsprofis noch nicht erleben.

Premiere Zwei: Die spätere Wasserung des Bootes konnte – aus „nahefliegenden“ Gründen – nicht BootsProfi-gerecht mit einer Drohne gefilmt werden.

An Land alles bestens – im Wasser die Überraschungen

Die Centercockpit-Yacht machte an Land erstmal einen guten Eindruck. Nur Kleinigkeiten hätten ausgebessert oder repariert werden müssen. Sogar das etwas gealterte Teakdeck erhielt angesichts des Kaufpreises den Segen der hier gerne kritischen BootsProfis.

Nach dem Wassern dann die erste negative Überraschung: Die Steueranlage reagiert nicht richtig. Als dann das Großsegel aus dem Mast gerollt werden sollte, offenbarten sich weitere Tücken: Das (wohl unter starkem Wind schlecht eingerollte) Vorliek des Großsegels ist „verdreht“ und lässt sich nur suboptimal ausrollen.

Last not least Premiere Drei: Nach der Probefahrt mussten die BootsProfis unter Notpinne in den Hafen einlaufen.

Gut abwägen

Und dennoch, die Sache ging für alle Beteiligten gut aus. Sven kaufte das (fast) auslaufbereite Boot trotz einiger „Kleinigkeiten“, die noch zu erledigen waren. Sogar den per se durchaus günstigen Kaufpreis konnte er noch um 5.000 Euro runterhandeln.

Die Moral von der G’schicht? Auch beim Gebrauchtbootkauf sollte man bei gewissen Überraschungen gut abwägen: Sind sie wirklich so fatal, wie sie erscheinen? Oder rücken eher kleinere Reparaturen rasch alles wieder ins Lot?

Hier hat’s richtig gekracht!

Übrigens, wie ein wirklich schwerer Schaden am Boot aussieht, zeigt das folgende Video der BootsProfis. Eine Bavaria Vision verliert fast den Kiel nach Grundberührung. 60.000 Euro Schaden – mindestens!