Sie suchen eine Fahrtenyacht mit ausgezeichnetem Ruf, viel Innenleben und britischem Arbeitsethos? Westerly Yachts steht bis heute für Fahrtenboote, die eine Menge Wetter und Seegang ertragen können – und genau deshalb auf dem Gebrauchtbootmarkt sehr gefragt sind.
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Westerly Yachten oder was Kimmkieler mit Vernunft zu tun haben.
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Westerly
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Britische Wreft mit viel Geschichte, die jedoch bereits Geschichte ist.
Westerly wurde 1963 als Westerly Marine Construction Ltd gegründet und entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem der einfluss- und erfolgreichsten britischen Serienproduzenten von GFK-Segelyachten. Die Westerly Owners Association verweist auf eine ganze Reihe namhafter Konstrukteure, darunter Denys Rayner, Laurent Giles, Ed Dubois und Ron Holland. Kurz: Aus den Westerly-Hallen kam kein Einheitsbrei.
Kimmkiele, viel Volumen, wenig Allüren
Berühmt wurde Westerly vor allem mit robusten Fahrtenyachten, die in den britischen und anderen typischen Nordsee-Revieren mit Trockenfallen, Tiden und ruppigem Wetter gut zurecht kamen. Die Centaur, 1969 auf den Markt gebracht, wurde laut Westerly-Wiki sofort ein Hit; ihr Ruf als vernünftige, sichere und gründlich gebaute Familienyacht erklärt bis heute, warum sie in der Szene fast schon als Volksboot galt und gilt. Gerade diese Mischung aus Zugänglichkeit, solide laminiertem Rumpf und brauchbarem Innenraum machte Westerly in Großbritannien groß.
Von der Familienboot zur Fahrtenyacht
Später wuchs die Marke deutlich über den reinen Küsten- und Familiencruiser hinaus. Modelle wie Fulmar, Corsair, Conway oder Oceanlord zeigen, wie sich Westerly vom kompakten Kimmkiel-Spezialisten zu einer international Angesehenen Werft für größere Fahrten- und Hochseeyachten entwickelte.
Unter Segeln? Besser als ihr Ruf!
Westerly war vor allem für Robuste Bauweise bekannt. Entsprechend behäbig wirken manche Modelle. Doch das kann täuschen: So wird etwa die Fulmar in der Fachpresse bis heute für ihre Seegängigkeit und ihr gutmütiges, aber dennoch agiles Segelverhalten gelobt. Yachting Monthly fragte 2015 sogar ausdrücklich, ob sie womöglich die beste und schnellste Yacht sei, die Westerly je gebaut hat.
Viele Modelle, viele Designer, erstaunlich geschlossene Handschrift
Die Westerly-Modellpalette reichte von kleinen Booten wie Nimrod, Jouster oder Westerly 22 bis hin zu Yachten wie Ocean 43, Oceanmaster oder Ocean 49. Dabei arbeiteten im Lauf der Firmengeschichte zahlreiche Designer für die Werft. Besonders aktiv am Reißbrett waren Ed Dubois und Laurent Giles. Trotz dieser Vielfalt blieb der Markenkern erstaunlich klar: solide GFK-Bauweise, brauchbare Decks- und Innenlayouts, viel Praxisbezug und ein sehr britisches Verhältnis zur Seetüchtigkeit.
Die Werft ist Geschichte – die Flotte nicht
Westerly Yachts produziert schon lange nicht mehr. Die Werft stellte den Betrieb um die Jahrtausendwende ein. Der Nachhall der Marke ist dennoch enorm: Yachting Monthly schrieb 2010, Westerly habe rund 12.000 Boote gebaut, und die Owners Association zählt bis heute mehrere Tausend Mitglieder. Westerly Yachts ist ein Name für Segler, die einen „ehrlichen“ Riss, robuste Bauweise und gute Segelleistung auf See wünschen. Viele Westerly-Yachten wirken auf den ersten Blick unspektakulär – bis man merkt, wie viele von ihnen nach Jahrzehnten immer noch unterwegs sind. Kann es ein besseres Kaufargument auf dem Gebrauchtbootmarkt von Fahrtenyachten geben?

