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Motorboote

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US-Werftgeschichte mit dem langen Nachhall einer einst sehr breit aufgestellten Motorbootwerft.

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Larson stand über Jahrzehnte für Sportboote, Bowrider, Kabinenboote und Angelboote – also für genau jene US-Motorboote, die nicht als Einzelstück glänzen wollten, sondern als bezahlbare und robuste Serienware mit viel Freizeitnutzen.

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  • Jahrgänge von 1990 bis 2015

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Beliebteste Bootsmodelle von Larson

Larson

Larson war eine Marke für Leute, die aufs Wasser wollten – nicht mehr und nicht weniger.

Amerikanische Werft mit sehr langer Linie

Larson gehört zu den historischen Namen des amerikanischen Motorbootbaus. Die Wurzeln reichen bis 1913 zurück, als Paul Larson im US-Bundesstaat Minnesota begann, Boote zu bauen. Damit zählt Larson zu den ältesten Motorbootmarken Nordamerikas. Über Jahrzehnte entwickelte sich aus der Familienwerft eine breit aufgestellte Serienmarke für Freizeitboote unterschiedlichster Größen und Einsatzprofile.

Technisch solide Serienkompetenz

Larson war keine Werft, die durch richtungsweisende oder gar avantgardistische Technik berühmt wurde. Der Ruf beruhte eher auf gut abgestimmten Gleitern für den breiten Markt. Fachtests der LXi 238 hoben etwa Verarbeitung, Fahreigenschaften und den insgesamt stimmigen Gegenwert hervor. Die FX 1850 DC wurde in US-Tests als praktisches, vielseitiges Angel- und Familienboot mit Außenborderleistung bis 200 PS beschrieben. Larson baute also keine Exoten, sondern solide Freizeitboote mit nachvollziehbarer Nutzungsidee.

Sportcruiser – überraschend schnell

Interessant wird die Marke dort, wo sie in die größeren Kabinenboote hineinwuchs. Die Larson 330 Cabrio wurde in Tests als überraschend schnelle und reichweitenstarke Sportcruiser-Alternative beschrieben; im Vergleichstest bei BoatTEST lag sie bei der Reisegeschwindigkeit vorn und bot zugleich die größte Reichweite im Feld. Solche Boote zeigen gut, was Larson im oberen Freizeitsegment wollte: keine Luxus-Superyachten, sondern bezahlbare amerikanische Kabinengleiter mit viel Wochenend- und Urlaubspotenzial.

Werftgeschichte mit Brüchen

Die lange Geschichte der Werft verlief allerdings keineswegs geradlinig. Larson blieb nicht dauerhaft die unabhängige Familienmarke aus Minnesota, sondern wurde später Teil größerer amerikanischer Bootskonzerne, darunter Genmar Holdings. Nach dem Zusammenbruch von Genmar wechselten Marken, Zuständigkeiten und Produktionsstrukturen mehrfach. 2019 gelangte Larson über den Kauf der Larson Boat Group zu Polaris. Schon 2020 kündigte Polaris dann an, die Produktion von Larson FX sowie weiterer GFK-Marken einzustellen.

Heute eher Marke mit Nachhall als große aktive Werftwelt

Gerade deshalb ist Larson heute hauptsächlich auf dem Gebrauchtmarkt interessant. Viele Boote der Marke sind weiterhin präsent, Ersatzteile und Wissen zirkulieren über Händler, Werkstätten und Eignerszene, aber als aktive, breit aufgestellte Werft spielt Larson heute nicht mehr dieselbe Rolle wie in früheren Jahrzehnten.

Angaben zur Werft

  • Gründungsjahr: 1913
  • Ursprung: Minnesota, USA
  • Gründer: Paul Larson
  • Bekannte Modellreihen: LXi, Cabrio, FX, Escape, Senza
  • Spezielles: traditionsreiche US-Marke mit sehr breitem Freizeitboot-Programm
  • Technische Handschrift: Gleitboote für den Freizeitmarkt, vom offenen Sportboot bis zum Kabinen-Cruiser
  • Historische Konzernstationen: unter anderem Genmar Holdings, später Polaris
  • Status: Marke mit starkem Gebrauchtmarkt-Nachhall; Teile der Produktion wurden 2020 eingestellt