Alinghi, America's Cup & Louis Vuitton Cup

Ein Update vom Fitness-Team zu den Vorbereitungen der Segler auf den America’s Cup...

Otmar Keller & René de Vries, Fitnesstrainer / Physiotherapeuten

Ivo Rovira / Alinghi
Foto: Ivo Rovira / Alinghi

Wie bereitet ihr euch auf den America’s Cup vor?

Ivo Rovira / Alinghi
Foto: Ivo Rovira / Alinghi

Wir bereiten uns seit zweieinhalb Jahren vor, jetzt geht es um die Feinabstimmungen. Wir sind froh, dass jetzt, einen Monat vor dem Cup, alle gesund und in Topform sind. Keiner der Segler ist verletzt. In diesem Monat müssen wir uns jetzt um die Details kümmern, allen eine gute Erholung ermöglichen und auch die Ernährung abstimmen. Wir versuchen, im Training einen Rhythmus aufrechtzuerhalten und gleichzeitig nicht zu viel zu verlangen.

Wie läuft es jetzt, wo es Richtung Cup geht – gibt es Unterschiede zum gleichen Zeitraum vor einem Jahr?

Wir nehmen den Trainings-Rhythmus etwas zurück, damit alle frisch und bereit sind. Wir gehen nicht ans Limit, aber wir stellen sicher, dass unsere Kondition auf dem bestmöglichen Level ist.

Wie tragt ihr zum Team-Ziel, dem erneuten Sieg im America’s Cup, bei?

Wir versuchen unseren Job zu machen und alle 36 Segler in Topform zu bringen, damit daraus die 17 besten Jungs ausgewählt werden können.

Wie geht ihr mit dem Druck im Vorfeld des Cups um?

Haben wir irgendwo Druck? Nein im Ernst: Unser Druck besteht darin, dass wir alle fit und in Form halten können. Wir arbeiten in einer ruhigen Ecke der Basis und die Leute können immer zu uns kommen – hier kann man reden, etwas Spass haben und natürlich auch trainieren. So gehen wir im Moment mit dem Druck um. Wir können helfen, indem wir Zeit haben für die Segler.

Was ist euer Tipp für das Sailing-Team?

Tut einfach, was ihr immer tut, denn ich bin überzeugt: Wir haben die besten Segler. Lasst euch nicht verrückt machen, sondern habt Spass!

Ivo Rovira / Alinghi
Foto: Ivo Rovira / Alinghi

Wird sich der Trainings-Ablauf während des Cups verändern?

Wir lockern den Rhythmus etwas und während dem Cup werden wir ein leichtes Training absolvieren, um das Level zu halten – nichts wirklich Neues also.

Welches sind die Hauptunterschiede zwischen einem Grinder und einem Mitglied der Afterguard?

Der Grinder muss ein Kraftpaket sein und sich auch von einem extremen körperlichen Einsatz rasch erholen können. Die Afterguard dagegen muss mit dem Kopf stets bei der Sache sein. Das eine ist mehr körperlich, das andere eher mental – fit sein müssen beide!

Ihr habt euch über drei Jahre auf maximal neun Rennen vorbereitet. Wie schafft man es da, stets den Drive und die Motivation hoch zu halten?

Wir haben versucht, Abwechslung in den Trainingsalltag zu bringen. Im Club Náutico, unserer temporären Basis, haben wir Übungen im Schwimmbecken gemacht und Fussball gespielt. Dann sind wir in die Basis gezogen und haben im Fitnessraum, am Strand oder auf unserem Basketballfeld trainiert. In Dubai haben wir sogar Beach-Volleyball ins Training integriert. Die Arbeit ist fast immer gleich, aber wir versuchen sie unterschiedlich zu verpacken. So bleiben die Jungs bei der Sache und topfit.