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Richtige Motorboote

Autor: Max Wagner
  

Das Angebot an Motor betriebenen Sportbooten ist heute vielfältiger denn je. Vom kleinen Schlauchboot mit Außenborder bis hin zur Yacht mit kräftiger Doppelmotorisierung steht dem begeisterten Sportboot-Kapitän eine enorme Auswahl zur Verfügung. Bei der Wahl eines guten Gebrauchtbootes stellen Einsatzzweck und Vorlieben die eine Seite der Kaufentscheidung dar. Die andere Seite wird von Liegeplatzmöglichkeit und Budget bestimmt. Dennoch gibt es Bootstypen, die immer eine Überlegung wert sind.

Richtige Motorboote
Das früher verpönte Schlauchboot gilt mitlerweilen als hochwertiges Freizeitgerät

Schnell am Abend noch raus auf den See. Zum Schwimmen, fischen oder einfach nur, um Abstand zum Tagesgeschehen zu erhalten. Um dieses Szenario in die Realität umzusetzen, benötigt man kein dickes Bankkonto. Denn manchmal ist weniger mehr und auch sinnvoller. Denn während andere Yachtbesitzer noch mit dem Abdecken beschäftigt sind, ist man als Besitzer eines Quicksilver 360 Fish schon längst auf dem Wasser. Mit einer Länge von 3,78 Metern, einer Breite von 1,70 Metern und einem Leergewicht (ohne Motor) von 110 kg ist nicht einmal ein Liegeplatz von Nöten. Mittels Slipwagen kann das Boot auch über eine Sliprampe von einer Person problemlos zu Wasser gelassen und auch wieder an Land geholt werden. Das kleinste der Quicksilver Fischerbootserie verträgt bis zu 10 PS am Heck und da Bewegung nicht schadet, werden auch serienmässig Ruderdollen mitgeliefert. Was an der Konstruktion gefällt: Die massive Scheuerleiste, der Trockenstauraum im Bug sowie das herausnehmbare Sitzbrett für zusätzliche Bewegungsfreiheit.

Früher spöttisch als „Gummihülle“ bezeichnet und höchstens als Tender zur Yacht akzeptiert, hat das Schlauchboot zwischenzeitlich seinen fulminanten Einzug als hochwertiges Freizeitgerät in die Sportboot- und Yachtszene gehalten. Der Grund für die Akzeptanz war eine konstruktive Weiterentwicklung, welche dem Schlauchboot eine Zwittergestalt zwischen einem aufblasbarem Boot und einem Kunststoffboot verlieh. Das Schlauchboot mit Reststoffrumpf war geboren. Genau betrachtet sind vom Schlauchboot lediglich die Auftrieb spendenden Wülste geblieben. Der Rest besteht aus Laminat mit der Möglichkeit, sogar eine Kabine im Layout zu integrieren. Ein Modell aus dieser Gruppe ist das SACS Strider 11. Mit einer Länge von elf Metern besitzt das Festrumpfschlauchboot alles, was eine rasante Open-Version braucht. Eine kräftige Innenbord-Motorisierung, eine feine Liegefläche, eine imposante Centerkonsole und einen Kabinenbereich. Klein genug, um sich darin nicht zu verlaufen, gross genug, um dem Begriff Weekender gerecht zu werden. Unschlagbar präsentiert sich das Boot in bewegtem Wasser. Die kräftigen Luftwülste, welche das Freibord umgeben verleihen dem Boot eine enorme Auftriebskraft und scheuen keine Wellen. Ein enormer Sicherheitsaspekt für alle, die gerne auch mal ans Limit gehen. Wer das Boot mittels Trailer zu den unterschiedlichen Revieren zieht, lässt einfach die Luft aus den Schläuchen und muss sich um eine eventuelle Überbreite keine Gedanken mehr machen.

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Ein feines Freizeit- und Urlaubsboot für zwei Personen stellt die Bavaria 29 Sport dar. Mit einer Länge von knapp neun Metern bietet der Deutsche Werftbau Bavaria alles, was man für eine erholsame Zeit auf dem Wasser benötigt. Ob auf einem Binnengewässer oder an der Küste. Besonders gefällt das moderne, klare Design unter Deck. Helles Holz, eine zum Bug hin offene Bauweise und viel lichte Höhe verleihen dem Raum Gemütlichkeit. Wer in das Segment der urlaubsfähigen Kabinenboote einsteigen möchte und großen Wert auf Komfort bei gleichzeitig kompakten Abmessungen legt, ist mit diesem Modell sicher gut bedient. Zudem stehen Preis und Leistung in einer sehr ausgewogenen Relation.

Dort, wo traditioneller Baustil und moderne Technik miteinander verschmelzen, steht meist Grand Banks drauf. Die in Taiwan gefertigten und in den USA komplettierten Trawler haben sich seit Jahrzehnten in ihrer Form kaum verändert und stellen nach wie vor den „schiffigen“ Inbegriff für gemütliche, komfortable und sichere Wanderyachten dar. Eines der Modelle, welches sich auf allen Weltmeeren zuhause fühlt, ist die Grand Banks 58. Auf Wunsch mit zwei Dieselmotoren, Heck- und Bugstrahlruder sowie Stabilisatoren ausgestattet, verwandeln sich die 18 Bootsmeter in eine leicht zu bedienende Einheit. Auch für eine kleine Crew. Bereit für die große Fahrt mit dem Platzangebot eines kleinen Ferienhauses.

Wenn jemand für „lästige“ 100 Seemeilen zwischen Hafen und begehrter Badebucht nicht viel mehr als eine Stunde aufwenden möchte, sollte er sich nach einer schwimmenden Rennmaschine umsehen. Immer noch die die Nummer eins in der Beliebtheitsskala der Offshore Begeisterten ist die amerikanische Marke Cigarette. Besonders attraktiv hier das Modell Cigarette 42 X Racing. Nichts für Anfänger und auch nichts für Bandscheiben geplagte. Zudem bietet die „Dreikantfeile“ auch keinen nennenswerten Komfort. Ein bisschen Spielwiese an und unter Deck. Dafür geht es mit knapp 2000 Pferdestärken im Heck so richtig zur Sache, wenn die Hebel auf den Tisch gelegt werden!

Tradition verpflichtet. Gerade jetzt, wo die Yachtwerft Pedrazzini auf 100 Jahre Bootsbau zurückblicken kann, erscheint der Kauf eines hochglanzlackierten Edelholzbootes aus der Nobelschmiede in Bäch am Zürichsee durchaus eine Überlegung wert. Ein Favorit, der die zeitlose Eleganz der Bootsmarke besonders gut widerspiegelt, wäre ein Pedrazzini Capri De Luxe. Das Modell zählte Anfang der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts zu den begehrten Motorbooten seiner Zeit. Den Hingucker erntet das Schmuckstück heute noch. Mit grosser Liegefläche, ansonsten spartanisch eingerichtet – wie seinerzeit eben üblich – hat sich der Einsatzzweck des Daycruisers im laufe der letzten Jahrzehnte nicht verändert. Über den See cruisen, Wasserski fahren, in der Sonne liegen und gerne auch gesehen werden.

Problemlos, praktisch, sportlich, sicher…. Sportboote mit Centerkonsole und Außenborder-Motorisierung dürfen sich einige Kerben in die Latte der positiven Eigenschaften ritzen. Ein Modell, welches hier mit gutem Gewissen Erwähnung finden darf, weil auch noch ansprechend in der Optik und perfekt in der Welle, nennt sich Yamarin 56 Cc. Der kleine finnische Flitzer (5,53 m) mit wandelbarer Sitz/Liegefläche im Bug und massiven Einzelsitzen mit hohen Seitenwangen hinter der hoch verglasten Frontscheibe ist multifunktional einsetzbar. Als reines Freizeitboot, als Fischerboot, als „Helfer“ in Marinas oder als Begleitboot für Regatten. Bei Regen oder während der Standzeiten im Hafen kann ein Verdeck hochgezogen werden.

Autor

Max Wagner

Geschrieben von

Wassersport-Journalist und Autor.
Betreibt eine Werbeagentur.

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